Küchmeister und Lietzo´sches Familienstipendium in Zerbst

 

Satzungen

 

 

Der Ursprung des Küchmeister- und Lietzo´schen Familienstipendiums in Zerbst ist 1359 die Errichtung eines ewigen Altarlehens der magdeburgisch- dienstadeligen Familie Küchmeister. Mit diesem Lehen verschmolzen im ausgehenden Mittelalter nacheinander ein weiteres Altarlehen der Familie Küchmeister von 1380, ein Altarlehen der Zerbster Familie Winkel von 1378 und ein Benefizium des Zerbster Ratsherrn Hans Lietzo von etwa 1450. Der anhaltische Fürst Johann Georg gab der Stiftung im Jahre 1600 nach Abschaffung der Altarpriester ein neues Stiftungsdokument, das die zu der Zeit schon üblichgewordene Verwendung der Einnahmen zur Ausbildungsunterstützung für Familienangehörige für alle Zeiten festschrieb.

 

 

In den zurückliegenden 650 Jahren sind aufgrund der einschneidenden Glaubens- und politischen Veränderungen - wie Reformation, Trennung von Kirche und Staat, Errichtung des Kaiserreiches, Revolutionen, technischen und geistigen Fortentwicklungen - die Bestimmungen der Stiftung mehrfach diesen angepasst worden. Die letzte Ausrichtung erfolgte mit dem Regulativ von 1884. Dessen Regeln sind jetzt, 110 Jahre danach, in allen wesentlichen Bestimmungen überholt. Eine neue Satzung, den heutigen Gegebenheiten angepaßt, soll dem abhelfen. Bis zu deren Inkrafttreten ist jedoch nach Bescheid des nach dem Untergang der DDR die Rechtsaufsicht innehabenden Regierungspräsidiums Dessau die alte Satzung weiterhin Grundlage der Stiftungsverwaltung.