Küchmeister und Lietzo´sches Familienstipendium in Zerbst

Wappen der Küchmeister

 

 

Herzlich Willkommen auf der Website des Küchmeister- und Lietzo´schen Familienstipendium

 

Zunächst möchten wir Ihnen einen kurzen Einblick in die Stiftungsgeschichte geben:

 

 

Gegründet im Jahre 1359 als Altarlehen durch Nicolaus Coci

aus der vasallenadligen Familie der Küchmeister

und seinem Bruder Nicolaus Plebanus.

 

Verschmolzen mit weiteren Stiftungen im 16. Jahrhundert

und umgewandelt zu einer weltlichen Stipendienstiftung,

bestätigt durch fürstlichen Erlaß vom 30. Mai 1600.

 

 

Das Küchmeister- und Lietzosche Familienstipendium ist nach seinem Alter und seiner Rechtsgeschichte eine der ungewöhnlichsten Stiftungen Deutschlands. Mit einem Alter von über 650 Jahren, ist sie ursprünglich von einem Gefolgsmann des Fürsten von Anhalt gegründet worden, der wohl wegen seiner in Kriegen begangenen Sünden hoffte, auf diese Weise doch noch in das Paradies zu gelangen. Im Mittelalter war es eine unter Adligen weitverbreitete Sitte, durch die Stiftung großer Ländereien Altarlehen zu gründen und Geistliche dafür zu bestimmten Gedenktagen für die Seele des Stifters und seiner Nachfahren beten zu lassen.

 

Seit der Reformation des 16. Jahrhunderts, aber hat die Stiftung radikal ihr Gesicht gewandelt. Statt die Pfründe des Mittelalters der Kirche zukommen zu lassen, wurden die Einnahmen fortan zur Ausbildung der Nachfahren des Stifters verwendet. Ein Gutachten des Reformators Melanchthon gab den Nachfahren der Stifter diese Gelegenheit: Fortan werden - bis heute - Stipendien an die Angehörigen der Stifterfamilien bezahlt - und dies sind vielleicht bereits eine halbe Million Menschen weltweit.

 

 

Weitere geschichtliche Schriftstücke, sowie die Rundbriefe finden Sie unter Wissenswertes & Interessantes