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Die Stiftungsgründer, die adlige Familie Küchmeister in Anhalt, besaßen ein eigenes Adelswappen. Aufgrund der Siebmacherschen Wappenbücher wissen wir wie es aussah. Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass „unsere“ Küchmeister in Zerbst ein Zweig der dienstadligen Küchmeister vom Dresdner Hof von Heinrich dem Erlauchten waren – mehrere Zweige dieser Familie spielten als Gefolgsleute an verschiedenen Höfen Mitteldeutschlands und Preußens eine Rolle und trugen oft verschiedene Wappen. Dies liegt wohl daran, dass sie sich erst im Hochmittelalter als adlige Familie formiert hatten. Sie nannten sich nach ihrem hohen Hofamt „Küchmeister“ (ähnlich wie der „Truchsess“) oder lateinisch „Coci“, womit sie ihre hohe Stellung am Hof unterstrichen – im Gegensatz zu anderen Familien, die sich nur „Koch“ nennen durften und nicht adlig waren.

Das Wappen zeigt eine Kugel und zwei Palmwedel, vielleicht in Erinnerung an den Kreuzzug Heinrichs des Erlauchten gegen die Pruzzen von 1237? Die Kugel ist ein altes Symbol auf Wappen und steht ursprünglich für Kanonenkugeln – Geschütze gibt es im deutschen Sprachraum seit dem 14. Jahrhundert, und damit wird wohl der Anspruch der Küchmeister unterstrichen, zum kriegerischen Ritterstand zu gehören.

Assoc.-Prof. Dr. Wolbert Smidt